Thema: t-dsl server unmöglich?

Forum: Windows Server

Autor: chrisi01


chrisi01 - 29/5/2004 um 11:52

Hi

ich wollte auch mal einen emuleserver aufmachen mein Netzwerk sieht folgendermaßen aus:

Telekom DSL 768/128 --> Linux Router (SuSE 8.2) --> Windows Rechner

Nun ist es egal ob ich am Linux Rechner den Server aufmache oder am Windows Rechner und die Ports forwarde es passiert
immer das gleiche und zwar nach bereits 5-10 Clients geht der Ping so in die Knie das der Server nicht mehr richtig läuft (meist schon nach 3-5Minuten)
(mit in die Knie mein ich 1500-2500er Pings oder oftmals noch viel höher bis zur Trennung der DSL Verbindung).

Das Einzige was dann noch hilft Server abschalten DSL neu verbinden und dann geht es wieder.

Ist emule mitlerweile so Serverfressend das ein Server mit DSL gar nicht mehr möglich ist?

ich nutzte den eserver 16.46 hab vorhin irgendwo gelesen das der 16.38 besser gehen soll? wo find ich den?

mfg

chrisi01

[Editiert am 29/5/2004 von chrisi01]

Wollywood - 29/5/2004 um 18:03

Hallo,

am normalen T-DSL Anschluss nen Server zu betreiben ist leider aufgrund der hohen Userzahlen im Netz recht problematisch.

Du solltest auf jeden Fall nicht über den Windows-Rechner den Server aufmachen sondern den Linux-Router nehmen.

Es gibt zum Glück Leute, die sich mächtig mit Linux auskennen und die Optimierung vorantreiben können.
Mit den Traffic-Control Scripten von LH kannst du den eServer unter Linux doch recht lange am Laufen halten. Ach was sage ich, wenn du nicht zu viele User drauflässt und die soft- hardLimits nicht zu hochschraubst, kann auch dein Server 24Std. durch halten.

Hilfe zu LH´s Scripten bekommst du auch in Turbosepps Forum.

Diesel - 2/6/2004 um 15:53

Ich verstehe das nicht: Wenn bei einer 128/768er-Datenleitung nach spätestens 60 Minuten schon der Downstream völlig am Ende ist, weshalb empfiehlst Du dann den Serverbetrieb über 24 Stunden? Es liegt doch auf der Hand, daß damit dem eDonkey-User nur ein qualitativ minderwertiger Service geboten wird. Wenn das System ohne solche Server nicht oder nur sehr schlecht funktionieren würde, dann hätte ich durchaus Verständnis dafür, wenn Leute so ihre Server betreiben (wenngleich ein stündlicher Neustart mit "frischer" IP-Adresse sicher die bessere Alternative wäre), aber in Zeiten einer Überversorgung mit Clientplätzen ergibt eine solche Empfehlung zumindest nach meinerm Verständnis keinen Sinn.

Greetz, Diesel

Wollywood - 2/6/2004 um 16:45


Zitat:
Ich verstehe das nicht: Wenn bei einer 128/768er-Datenleitung nach spätestens 60 Minuten schon der Downstream völlig am Ende ist, weshalb empfiehlst Du dann den Serverbetrieb über 24 Stunden? Es liegt doch auf der Hand, daß damit dem eDonkey-User nur ein qualitativ minderwertiger Service geboten wird. Wenn das System ohne solche Server nicht oder nur sehr schlecht funktionieren würde, dann hätte ich durchaus Verständnis dafür, wenn Leute so ihre Server betreiben (wenngleich ein stündlicher Neustart mit "frischer" IP-Adresse sicher die bessere Alternative wäre), aber in Zeiten einer Überversorgung mit Clientplätzen ergibt eine solche Empfehlung zumindest nach meinerm Verständnis keinen Sinn.

Greetz, Diesel


Naja, wie du mittlerweile darüber denkst, wissen wir ja alle ;)

Ich kann dazu nur sagen das es bei mir auch mit der 768/128er Leitung funktioniert hat, wenn man die Einstellungen dementsprechend wählt.
Dauerhaft um die 2000 User und surfen, mailen und ICQ war auch noch drin.
Und wenn du mal die Listen beobachten würdest, würdest du sehen, das nicht alle User auf die Großen aufspringen, sondern die kleinen durchaus "leben" !

Und warum nicht einen kleinen Server aufsetzen, da die DL-Geschw. nicht vom Server abhängt.

[Zitat aus der Speedanleitung]
Die Downloadgeschwindigkeit hängt nicht von Server ab, mit dem Ihr verbunden seid. Obwohl sich dieses Gerücht bis heute hartnäckig hält, ist da nichts dran. Denn erstens lädt man nicht von Server, sondern von anderen Clients und zweitens sucht der eMule selbstständig alle ihm erreichbaren Server nach Quellen ab.
[Zitat Ende]


Also, rauf auf den Server, Quellen abgrasen und so lange draufbleiben, wie er mich lässt :exclam:

Diesel - 2/6/2004 um 18:27

Warum macht sich niemand mal die Mühe und erklärt, wie man knapp 3Mbit Downstream durch eine 768kbit-Leitung quetscht, bzw. wie man die Vermittlungsstelle anweist, ganz bestimmte - unwerwünschte - Datenpakete (es sind rund 2/3 aller Empfangsdaten) aussortiert und nur die erwünschten Pakete zuzustellen? Würde das mal einen tun, könnten wir ganz leicht klären, was nun meine persönliche Meinung ist (das dürfte die sein, die Euch so aus dem Halse heraus hängt) und was allgemein geltenden Naturgesetze sind.

Also: Nachvollziehbare Fakten bitte!

Greetz, Diesel

pms - 2/6/2004 um 19:08

:mad: Vielleicht solltest Du Dir mal die Mühe machen, Dich mal mit den TC - Skripten und der Server - Optimierung von LH zu beschäftigen. Ich kann die Erfahrungen von Wollywood nur voll und ganz bestätigen. Und ansonsten würde auch ich Dir mal das Studium der einschlägigen Serverlisten empfehlen, die ganz eindeutig aussagen, dass kleine Server doch noch ihre Existensberechtigung haben. Wo ist der alte Diesel geblieben, der in der Vergangenheit seine Lugdunix angepriesen hat, um dem Servermangel abzuhelfen? Wo bleibt das Netz, wenn alle die "kleinen" mal eben abschalten, wenn Razor mal eben wieder sein Board abfackelt? Bei derartigen Aussagen verlässt einem die Lust, weiterhin einen Server zu betreiben, erst mit Standard - DSL. dann mit 2 MB, und in Zukunft mit einer 3 MB - Leitung. Wer war es denn, der das Netz zu dem gemacht hat, was es heute ist? Die Probenfuzziers, Schmuddeldingens oder Razorback? Nein, es waren die kleinen, mit ihren, von Dir verteufelten einfachen Leitungen!!! Und im übrigen scheinst Du einfach zu vergessen, das "fast" alle kleinen Server mittlerweile über 2 oder 3 MB - Anbindungen verfügt. Auch ich habe über eine normale 768kb Leitung erfolgreich einen Server betrieben!!! Das Netz sollte froh sein, dass es noch Leute gibt, die sich "erfolgreich" für dessen Erhalt einsetzen

Tut mir leid, Deine Aussagen sind nicht dazu geeignet, dazu zu animieren, einen Server neu aufzusetzen!!! Aber Du hast ja in der Vergangenheit immer wieder gegen die "kleinen" argumentiert.

pms (alias opa)

[Editiert am 2/6/2004 von pms]

Wollywood - 2/6/2004 um 19:23

Nachvollziebahre Fakten, OK ein Auszug aus der Scriptbeschreibung von LH!

Mein zweiter Ansatz war die Nutzung des erweiterten Kernelroutings. Dieses bietet die Möglichkeit das Versenden der Pakete zu verzögern und in eine Warteschlange zu stellen. Was den Vorteil hat das nicht soviele Pakete verlorengehen, aber die Uploadbandbreite nicht überschritten wird. Die von mir eingetragenen Werte mögen relativ klein erscheinen, aber in ihnen ist nicht der PPP-Overhead eingeschlossen. Sie sind ausreichend für 2000 bis 2500 User.


nachzulesen auf LH´s Server

Paketverluste OK, gebe ich dir recht. Nur um diese zu minimieren, nutzen wir LH´s Scripte.
Auch Razorback wird bei 500.000 Usern Paketverluste haben, da bin ich mir sogar ziehmlich sicher.
Auch bei Razor kommt es vor, das in einem Zeitraum von 10min in dem ich ihn für meine Serverliste abfrage, 5-10.000 User weniger sind. Das ist normal, durch Zwangstrennung usw.
Oder wie erklärst du dir sonst das zb mein Server 24Std läuft, nach und nach voll wird und die Files mehr werden und meine Leitung nicht dicht ist ???
Eigentlich müsste mein Server doch sonst nach 60min weniger User und Files verwalten und nicht mehr ???

Die belegbaren Fakten, kann ich dir nicht liefern, da ich selber nicht so tief in der Materie stecke wie LH.
Fakt für mich und für einige andere ist nur, das es geht.

Diesel - 2/6/2004 um 20:09

Der Upstream interessiert hierbei nicht weiter, daß der sich steuern läst ist ja klar. Für mich interessant ist vielmehr die Frage, wie sich der Downstream filtern läßt. Da bestand für mich immer das Problem, daß ich zum filtern von Paketen diese erst mal "sehen" muß, um entscheiden zu können, was ich verwerfe und was ich durchlasse. Aber das habe ich nie hinbekommen, weil mir die Vermittlungsstelle ja nur das liefert, was innerhalb der von mir bezahlten Bandbreite von 768kbit/s liegt. Den Rest verwerfen die ja. Leider. Was passiert nun aber mit den verworfenen 2/3? Soweit es sich um Anfragen von Clients nach Dateien handelt, können diese natürlich nicht ausgewertet und beantwortet werden. Und da setzt nun meine Kritik an, denn solange ausreichende Serverressourcen im Netz vorhanden sind, muß man diese ja nicht brachliegen lassen und gegen 2/3 Paketverlust-Server ersetzen. Ob man das als Client merkt, ist natürlich wieder eine andere Baustelle, da das System selbst ja recht heftigen täglichen Schwankungen ausgesetzt ist. So lädt man an einem Tag etwas herunter, am anderen Tag dagen nichts.

Weshalb Razorback Paketverluste haben soll, leuchtet mir nicht ein. Klar, das mal ein Päckchen verloren geht, macht aber den Kohl nicht fett. Die sind über eine 100MBit-Leitung angebunden. Zwar wurde berichtet, daß der zuständige Router hin und wieder wegen der besonders hohen Paketlast Probleme verursacht hat, nicht jedoch, daß Razorback deshalb nur 1/3 aller Daten zu sehen bekommen hätte. Ich denke mal, wenn 10% Pakete verloren gehen, dann kann man damit leben. Aber wenn 70% (mit Billigung des Serverbetreibers!) verloren gehen, dann sprechen ich durchaus mit einigem Recht von böswilliger Sabotage.

@Opa: Weshalb glaubst Du, ich fahre hier einen Feldzug gegen kleine Server? Ich habe nichts gegen kleine Server. Immerhin habe ich die Serveranleitung geschrieben, wo ich versucht habe, gerade Leute zum Betrieb eines kleinen DSL-Servers zu bewegen. Ich habe durch mein Wirken eine stattliche Anzahl von kleinen Server schaffen geholfen, das wirst Du mir nicht absprechen können. Und wenn ich heute Leute finde, die die passenden Bedingungen dafür zur Verfügung haben, dann bin ich natürlich immer noch dafür und versuche zum Betrieb eines Servers zu motivieren. Aber bitte versteh doch, das guter Wille allein leider nicht ausreichend ist. Ich wünschte, es wäre anders, aber ich mußte es mir selbst eingestehen.

Greetz, Diesel

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