Thema: Limewire will Uploads filtern

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Autor: IhmSelbst


IhmSelbst - 26/9/2005 um 08:32


Zitat:
Limewire will Uploads filtern
Programm soll nur noch Creative Commons-Inhalte tauschen

Limewire will Uploads filtern
Aus der Rubrik: Filesharing
Montag, 26. September 2005
von Janko Röttgers


Der wachsende Druck auf P2P-Anbieter sorgt jetzt auch bei Limewire für erste Reaktionen: Der bekannteste Gnutella-Entwickler arbeitet angeblich an einem Upload-Filter. Damit dürfen Nutzer nur noch Dateien zum Tausch freigeben, die eine Creative Commons-Lizenz besitzen.

Nachdem die RIAA vor gut einer Woche Drohbriefe an P2P-Anbieter verschickte, fragte sich die P2P-Gemeinde: Wie wird Limewire darauf reagieren? Die Firma ist einer der aktivsten Gnutella-Entwickler und hat wesentlich dazu beigetragen, dass das Netz aus der Bedeutungslosigkeit zu einem Medium für Millionen herangewachsen ist.

Seit Sonntag wissen wir mehr. Ein Limewire-Betatester berichtete auf Gnutellaforums.com, was er vor wenigen Tagen auf Limewires Website gefunden hatte: Filter-Mechanismen, die sich schon bald im Limewire-Code wiederfinden könnten. Demnach wird Limewire überprüfen, ob die zum Tausch freigegebenen Dateien eine Creative Commons-Lizenz besitzen. Nicht lizenzierte Dateien können nicht mehr freigegeben werden. Der Download unlizenzierter Dateien wird vermutlich weiterhin möglich sein.

Erste Anzeichen für striktere Filter finden sich bereits in aktuellen Limewire-Versionen. So berichten Nutzer der kostenpflichtigen Pro-Version, dass beim Download von Dateien ohne Creative Commons-Lizenz Warnhinweise angezeigt werden.

Die technischen Details der Filter sowie die Folgen fürs Gnutella-Netz sind bisher noch unklar. Noch nicht absehbar ist zudem, ob die Filter strikt genug sind, um die Musikindustrie von einer Klage gegen Limewire abzuhalten. So gehen Limewire-Betatester davon aus, dass es möglich sein wird, Titel mit falschen Lizenzen zu verbreiten. Dies könnte nicht nur die Plattenfirmen irritieren, sondern auch Sinn und Zwecke der Creative Commons-Lizenzen in P2P-Netzen unterhöhlen.


quelle:
http://www.netzwelt.de/news/72553-limewire-will-uploads-filte rn.html


cu

IhmSelbst - 27/9/2005 um 11:58

update:
P2P-Börse LimeWire rüstet für den Ernstfall

Zitat:
P2P-Börse LimeWire rüstet für den Ernstfall

Berichten der P2P-Newsseite Slyck News zufolge arbeiten die LimeWire-Entwickler an einer Version ihrer Software, die nur noch das Tauschen von Dateien mit gültigen Lizenzen gestattet. Während WinMX kürzlich unter dem Druck der Medienindustrie die Segel strich[1], begnügte sich der US-Tauschbörsenbetreiber LimeWire LCC bislang damit, denjenigen, die gedenken, mit der Software eventuell Urheberrechte zu verletzen, den Download zu untersagen. Wer die aktuelle Version 4.9.30 der unter GNU Public License veröffentlichten Software herunterlädt, wird ab und an mit einem Nag-Screen darauf aufmerksam gemacht, dass man keine urheberrechtlich geschützten Medien tauschen darf -- kann dies aber dennoch tun.

Allerdings hätten die LimeWire-Entwickler vor wenigen Tagen damit begonnen[2], für kommende LimeWire-Versionen Funktionen zu implementieren, die nur noch das Tauschen von Dateien gestatten sollen, die mit einer Lizenz versehen sind (Entwicklungszweig cc_reverify_internal[3]). Wie allerdings geprüft werden soll, ob es sich um eine gültige Lizenz handelt, ist bisher nicht bekannt. Eine Filterung à la Napster scheint nicht geplant zu sein. Wer eine Datei ohne Lizenz zum Tausch anbieten will, wird von der Software mit dem Hinweis "LimeWire can't determine if one or more files have been published under a suitable license. These files will not be shared." daran gehindert.

Wer eigene Schöpfungen veröffentlichen will, der soll seinen Dateien eine Creative-Commons-Lizenz[4] mit auf den Weg geben können, heißt es. Der Code sei bereits nahezu vollständig, die Programmierer warten nur noch auf das Okay des LimeWire-CEO Mark Gorton. Für die Tauschbörsianer wird sich dadurch grundsätzlich wenig ändern, denn selbst wenn LimeWire in neuen Versionen unlizenzierte Inhalte blockt, können die Nutzer auf andere Gnutella-Clients oder aber LimeWire-Varianten zurückgreifen.
(vza[5]/c't) (vza/c't)

URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/64316

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.heise.de/newsticker/meldung/64173
[2] http://www.slyck.com/news.php?story=927
[3] http://www.limewire.org/fisheye/viewrep/~br=cc_reverify_int erval-branch/limecvs
[4] http://creativecommons.org/
[5] mailto:vza@ct.heise.de


quelle:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/print/64316


cu

IhmSelbst - 1/10/2005 um 18:17

update:
Zitat:
P2P: Demnächst FrostWire statt LimeWire

Vor wenigen Tagen[1] wurde bekannt, dass Lime Wire LCC[2], Anbieter des gleichnamigen Gnutella-P2P-Clients, aufgrund der Unterlassungsaufforderungen der Recording Industry Association of America (RIAA) angeblich an einer Version seiner beliebten Software arbeitet, die künftig nur noch das Tauschen von Dateien mit gültigen Lizenzen gestattet.

Da Lime Wire LLC den Quellcode der in Java entwickelte Tauschbörsen-Software aber ohnehin auf LimeWire.org[3] unter GNU Public License veröffentlicht, war es nur eine Frage der Zeit, wann sich Entwickler zusammenfinden, die den LimeWire-Quellcode auf eigene Faust weiterentwickeln -- ohne die funktionalen Einschränkungen, versteht sich.

Die alternative Open-Source-Fassung vom LimeWire soll unter dem Namen FrostWire[4] an den Start gehen. Momentan existiert lediglich die Webseite und ein kleines Entwickler-Team von vier bis sechs Leuten, die den LimeWire-Quellcode aber bereits kennen, denn alle entstammen der LimeWire-Open-Source-Community. Vorläufige FrostWire-Versionen soll es ab Mitte Oktober zum Download geben, im Dezember hofft das Entwickler-Team, das derzeit noch Mitstreiter[5] sucht, stabile Installationspakete für FrostWire anbieten zu können.

Das FrostWire-Programmierer betonen, dass sie auch weiterhin die Entwicklung von LimeWire unterstützen wollen und das eigene Projekt gemäß LimeWires Design-Philosophie vorgeführt werden soll. Darüber hinaus werde es von FrostWire nie eine kommerzielle Pro-Version geben und das Projekt gemeinnützig bleiben -- Letzteres dürfte nicht nur auf den Altruismus der Programmierer zurückzuführen sein, sondern auch ein Versuch sein, sich vor Klagen der Medienindustrie schützen.
(vza[6]/c't) (vza/c't)

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Links in diesem Artikel:
[1] http://www.heise.de/newsticker/meldung/64316
[2] http://www.limewire.com
[3] http://www.limewire.org
[4] http://www.frostwire.com
[5] http://www.frostwire.com/index.php?title=Get_Involved
[6] mailto:vza@ct.heise.de


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http://www.heise.de/newsticker/meldung/print/64505


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