Thema: RIAA verliert Tauschbörsen-Prozess

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Autor: IhmSelbst


IhmSelbst - 19/9/2005 um 10:31


Zitat:
RIAA verliert Tauschbörsen-Prozess
Verklagte P2P-Nutzer kündigen Gegenwehr an
RIAA verliert Tauschbörsen-Prozess
Aus der Rubrik: Filesharing
Montag, 19. September 2005
von Janko Röttgers


Die Recording Industry Association of America (RIAA) hat eine deutliche Niederlage im Verfahren gegen eine angebliche P2P-Nutzerin hinnehmen müssen. Der zuständige Richter entschied, dass die Plattenfirmen nicht Eltern stellvertretend für die Verfehlungen ihrer Kinder verklagen dürfen. Gleichzeitig kündigten eine Reihe weiterer Klageempfänger an, sich gegen die juristischen Schritte der RIAA zu wehren.

Computer sind für Candy Chan eine fremde Welt. Dennoch wurde die in Michigan lebende Chan im letzten Jahr von der US-Musikindustrie verklagt. Im Laufe des Verfahrens sollte sich herausstellen, dass Chans Tochter Brittany offenbar eine fleißige Nutzerin der iMesh-Tauschbörsensoftware war. Unter dem Nutzernamen „Spicy browneyed girl“ hatte sie dort zahlreiche MP3s zum Tausch angeboten – und war damit in die Fänge der Musikindustrie-Ermittler geraten.

Die Plattenfirmen versuchten daraufhin, ihre Klage auf Brittany auszuweiten. Das Gericht blockierte diesen Versuch und erklärte, ein solches Verfahren müsse unter Einbeziehung eines gerichtlich ernannten Vormunds neu angestrengt werden. Die Klage gegen Candy Chan wurde zudem unwiderruflich eingestellt.

Rechtsanwalt Ray Beckerman erklärte im Digital Music News-Weblog, was dieses Urteil in der Praxis bedeutet: „Die RIAA kann Minderjährige nur verklagen, wenn das Gericht einen Vormund ernennt. Dies ist eine wichtiger Schutz für Kinder, die von der RIAA juristisch belangt werden, und es wird ein großes Problem für die RIAA sein.“

Unterdessen haben eine Reihe von Verklagten angekündigt, sich vor Gericht gegen die RIAA zu wehren. Dazu gehören ein Ehepaar, dass in seinem Haus Tagesbetreuung für Unerwünschtager anbietet und eine alleinerziehende Mutter von fünf Kindern. Das jetzige Urteil könnte dazu führen, dass bald noch mehr betroffene Eltern anwaltliche Hilfe suchen.


quelle:
http://www.netzwelt.de/news/72494-riaa-verliert-tauschboersen prozess.html


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